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Unser Programm

Der idje bietet drei Programme an: den "Europäischen Freiwilligendienst" (EFD), den "Anderen Dienst im Ausland" (ADiA) und den internationalen diakonischen Einsatz.

Der europäischen Freiwilligendienst

Anderer Dienst im Ausland

Internationaler diakonischer Einsatz

Für alle drei Programme lässt sich Folgendes sagen:

Programmdauer: In der Regel ein Jahr, in begründeten Ausnahmefällen ein halbes Jahr (nicht beim ADiA).

Programmbeginn: In der Regel im August eines Jahres, beim EFD ist ein ganzjähriger Beginn möglich.

Allgemeine persönliche Teilnahmevoraussetzungen:

  • Mindestalter: 18 Jahre (beim Europäischen Freiwilligendienst Höchstalter 25),
  • Interesse an der gesellschaftlichen Situation und dem alltäglichen Leben in anderen Ländern,
  • Formale Qualifikationen, z.B. gute Zeugnisse oder abgeschlossene Ausbildungen werden nicht erwartet (das heißt jedoch   nicht, dass in Schule und Studium erworbene Kenntnisse und berufliche Erfahrungen nicht sinnvoll eingesetzt werden können),
  • Offenheit, Flexibilität, Eigeninitiative,
  • Bereitschaft, eigene Lebensanschauungen und Vorstellungen in Frage zu stellen

Die gesonderten Bedingungen des "Europäischen Freiwilligendienstes" und des "Anderen Dienstes im Ausland" befinden sich in den jeweiligen Abschnitten.  

Der Europäische Freiwilligendienst

Der Europäische Freiwilligendienst (EFD) bietet jungen Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren die Möglichkeit, sich für einen begrenzten Zeitraum - bis zu 12 Monaten - in einem europäischen Land zu engagieren.
Der EFD gehört zum Aktionsprogramm JUGEND, das von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen wurde. In den beteiligten Ländern wird es von nationalen Agenturen koordiniert.

Das EFD - Programm möchte den Teilnehmenden die Gelegenheit geben, außerhalb der formalen Bildungs- und Ausbildungssysteme neue Kenntnisse und Fähigkeiten zu erwerben. Es richtet sich vor allem an junge Menschen, die normalerweise wenig oder keinen Zugang zu Langzeitprogrammen haben. Das heißt:

  • die/der Freiwillige hat Haupt- oder Realschulabschluss, ist arbeitslos oder in Ausbildung,
  • die/der Freiwillige hat aufgrund von ökonomischen, sozialen, kulturellen, ethnischen, geographischen oder persönlichen Benachteiligungen üblicherweise wenig oder keine Chancen, an einem Freiwilligendienst teilzunehmen,
  • die/der Freiwillige ist nicht- deutscher Staatsangehörigkeit oder die/der Freiwillige hat bisher noch keine längeren Auslandserfahrungen machen können.

Ferner wird die Teilnahme begünstigt, wenn der Freiwilligendienst in einem der Partnerländer stattfinden soll, die bisher im EFD unterrepräsentiert sind. Das heißt, eine Förderung für sehr stark nachgefragte Länder wie Großbritannien, Spanien, Frankreich, Italien, Irland ist weitaus schwieriger zu erhalten als für andere Länder. Auch ehrenamtliches Engagement in Deutschland begünstigt die Teilnahmechancen.

Für die Zeit des Aufenthaltes im Ausland gibt es Taschengeld, dessen Höhe von Land zu Land variiert, freie Unterkunft und Verpflegung, dazu einen Sprachkurs, ein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr, natürlich die Reisekosten in die Ferne und zurück und ein "Rund-um- Versicherungspaket".

Was braucht ihr, um am EFD teilnehmen zu können?
Du brauchst eine Entsendeorganisation wie den idje. Diese sucht mit dir gemeinsam ein geeignetes Aufnahmeprojekt, bereitet dich auf den Dienst im Ausland vor, hält den Kontakt mit deiner Einsatzstelle und wertet das Jahr nach dem Dienst mit dir aus.

Und im Ausland? Das Aufnahmeprojekt ist deine Einsatzstelle im Ausland. Hier arbeitest du mit und unterstützt deren allgemeine Aktivitäten vor Ort.
Das Aufnahmeprojekt stellt die Unterkunft und die Verpflegung, sorgt für den Sprachkurs und einen Ansprechpartner für dich.
Entsendeorganisation und Aufnahmeprojekt stellen übrigens auch die Anträge auf Förderung für dich bei ihren jeweiligen Nationalagenturen.

Interessierte können sich beim idje ganzjährig um einen EFD- Platz bewerben.

Da die Anfrage nach EFD- geförderten Plätzen mittlerweile das Fördervolumen übersteigt, erhalten die genannten Kriterien bei der Anerkennung/Ablehnung der Förderanträge ein sehr starkes Gewicht. Übrigens: Diese Kriterien sind von der Europäischen Kommission festgelegt.

Die Dauer des Freiwilligendienstes beträgt in der Regel bei unseren Partnern zwölf Monate und startet im August.

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Anderer Dienst im Ausland

Der idje ist Träger für die Entsendung von anerkannten Zivildienstleistenden ins Ausland, "Anderer Dienst im Ausland", ADiA, nach § 14b ZDG.
Der Dienst dauert zwölf Monate, also zwei Monate länger als z. Z. der Zivildienst (inklusive des 24-tägigen Urlaubs und einer pädagogischen Begleitung/ Seminaren).

"Der Andere Dienst im Ausland" mit dem idje ist in Projekten in Israel, Nordirland, Italien, Frankreich, Griechenland und Brasilien möglich. Das Programm wird jedoch ständig ausgebaut. Die aktuellsten Partnerländer könnt ihr in der Geschäftsstelle erfragen.

Das Programm für Zivildienstleistende im Ausland ist für diese grundsätzlich kostenfrei. Jedoch erwarten wir von den Zivildienstleistenden, dass sie einen Förderkreis aufbauen. Zum einen, um zu helfen, die entstehenden Kosten aufzufangen, zum anderen, um die Idee des Austausches einem größeren Kreis bekannt zu machen. Mehr darüber erfahrt ihr unter "Was kostet das Programm?"


Kindergeld und Kinderfreibeträge werden beim ADiA weiter gezahlt. Außerdem wird er bei der Vergabe von Studienplätzen durch die ZVS berücksichtigt, bei einigen Studiengängen auch als Praktika anerkannt.

Während der Dauer des ADiA sind die Dienstleistenden in der Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung über den idje versichert.

Den Freiwilligen im Ausland werden in der Regel Unterkunft, Verpflegung und ein angemessenes Taschengeld zur Verfügung gestellt.

Die pädagogische Begleitung umfasst die fachliche Anleitung und die individuelle Betreuung der Freiwilligen durch die Einsatzstelle sowie durch den idje.

Für einen Dienst im Ausland finden vorbereitende Seminare in Deutschland, in der Regel ein Zwischenseminar im Gastland und ein Nachbereitungsseminar wiederum in Deutschland statt.

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 Internationaler diakonischer Einsatz

Wenn ihr weder einen EFD noch einen ADIA leisten könnt oder wollt steht euch dieses Programm zur Verfügung. Es ist in nahezu allen idje- Partnerprojekten möglich.
Die Einsatzbedingungen sind (fast) die gleichen wie beim ADiA.

Der idje bereitet euch in einem Seminar auf euren Auslandsaufenthalt vor und unterstützt euch bei der eigenen sowie der "technischen" Vorbereitung (Visa, Impfungen etc.). Er stellt für euch den Kontakt zu ehemaligen idje- Freiwilligen und den jetzigen "Stelleninhabern" her.

Während eures Freiwilligendienstes arbeitet ihr ein Jahr in einem sozialen Projekt, erhaltet Unterkunft und Verpflegung und ein Taschengeld.
Ihr baut euch einen Förderkreis auf, der euch während des Freiwilligendienstes finanziell unterstützt.

An pädagogischem Programm erhaltet ihr ein Einführungsseminar zu Beginn des Freiwilligendienstes sowie ein Auswertungsseminar am Ende des Aufenthaltes.

Hinweis: Der internationale diakonische Einsatz ist nicht als "Freiwilliges Soziales Jahr" im Sinne des Gesetzes anerkannt.

Dies KANN - abhängig von der jeweiligen Kindergeldkasse - bedeuten, dass die Teilnehmenden am diesem Programms während des Freiwilligendienstes kein Kindergeld erhalten.

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Der finanzielle Aspekt

Der idje ist ein Programm der Evangelisch- methodistischen Kirche (EmK) und damit kein finanzstarkes Unternehmen.

Deshalb sind wir auf die Beteiligung der Freiwilligen und ihrer Unterstützerinnen und Unterstützer an der Finanzierung angewiesen.

Die Bildung eines Förderkreises

Jede und jeder Freiwillige bildet sich einen Förderkreis für die Zeit des Freiwilligendienstes. Mit den Förderkreisgeldern werden die Kosten der Seminare, An- und Abreise, Versicherungen etc. anteilig gedeckt.

Das Modell des Förderkreises hat den Vorteil, dass eine Teilnahme am idje- Programm nicht vom Geldbeutel der Freiwilligen oder ihrer Eltern abhängig ist. Weiterhin ermöglicht es, die Erfahrungen der jungen Freiwilligen und ihr Engagement für den Frieden und die Völkerverständigung einer weiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Kontoverbindung für Förderkreisbeiträge:

Ev.- methodistische Kirche

Konto 1049808

Ev. Darlehnsgenossenschaft Kiel, BLZ 210 602 37

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